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06.03.2017

Auszeichnung auf der Deutschen Chemiedozententagung in Marburg: Bill Morandi gehört zu den ADUC-Preisträgern 2017

Auszeichnung auf der Deutschen Chemiedozententagung in Marburg: Bill Morandi gehört zu den ADUC-Preisträgern 2017

Bill Morandi vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung ist von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessorinnen und –professoren für Chemie (ADUC) mit dem ADUC-Preis 2017 ausgezeichnet worden. Der Preis richtet sich an Nachwuchsgruppenleiter, denen es gelungen ist, ein eigenständiges Forschungsgebiet zu etablieren und dabei besondere Originalität und Exzellenz der Forschung zeigen. Der Preis wird Mitte März bei der Chemiedozententagung in Marburg verliehen.

Bill Morandi gründete 2014 die Gruppe Homogene Katalyse und Reaktionsdesign am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und leitet dort als unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter ein Team von 15 Mitarbeitern. Die Forschungsaktivitäten seiner Gruppe richten sich auf die Entwicklung kostengünstiger und nachhaltiger Katalysatoren, mit denen sich die allgemein verfügbaren Rohstoffe wie Polyole und Kohlenwasserstoffe in Bausteine für die Medizinalchemie und Materialwissenschaften wandeln lassen. Mit dem „Shuttle-Katalyse-Konzept“ ist Morandi eine besondere Entdeckung gelungen: Er entwickelte eine sichere Variante des chemischen Syntheseschrittes der Hydrocyanierung, bei dem auf den Einsatz von toxischer Blausäure als Reagenz verzichtet werden kann. Das Konzept kann schon auf weitere Vorgänge in der chemischen Synthese übertragen werden und zählt somit zu den besonders bedeutsamen Entdeckungen Morandis. Es wurde kürzlich mit der Verleihung des Schweizer Ružička-Preises der ETH Zürich an Morandi ausgezeichnet.

Die ADUC-Professoren wählen jährlich bis zu drei Preisträger für den ADUC-Preis aus. In 2017 werden neben Bill Morandi auch Rubén D. Costa von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg und Robert Langer von der Universität Marburg mit dem ADUC Preis geehrt.

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