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21.06.2018

Benjamin List wird neues Mitglied der Leopoldina

Benjamin List wird neues Mitglied der Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat ein neues Mitglied aus Mülheim an der Ruhr: Benjamin List, Direktor der Abteilung für Homogene Katalyse am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, wurde jetzt durch das Präsidium in die Sektion Chemie der Akademie berufen. Die 1652 in Schweinfurt gegründete Leopoldina gehört zu den ältesten Wissenschaftsakademien der Welt und widmet sich der Aufgabe, die Wissenschaften durch nationale und internationale Zusammenarbeit „zum Wohle des Menschen und der Natur“ zu fördern. Darüber hinaus berät sie die deutsche Regierung in wissenschaftlichen, politischen und sozialen Fragestellungen. Eine Aufnahme in die Leopoldina gilt als eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen. Aktuell sind etwa 1577 Gelehrte aus aller Welt Mitglieder in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Neben Benjamin List gehören auch die Direktoren des MPIs für Kohlenforschung Frank Neese, Alois Fürstner und Ferdi Schüth sowie die emeritierten Direktoren Walter Thiel und Manfred Reetz zum Kreis der Naturforscher.


Über Benjamin List

Benjamin List ist in erster Linie durch seine innovativen Arbeiten auf dem Gebiet der Organokatalyse bekannt. Er studierte Chemie an der Freien Universität Berlin, promovierte bei Professor Johann Mulzer an der Universität Frankfurt am Main und setzte seine Forschung als Postdoktorand am renommierten Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, fort. Dort entdeckte Benjamin List als junger Assistenzprofessor die Wirksamkeit der natürlichen Aminosäure Prolin als effizienter und breit anwendbarer Katalysator mit wohldefinierter Wirkungsweise. Aus seinen Arbeiten heraus begründete List mit der Organokatalyse einen eigenständigen Forschungsbereich und entwickelte im Laufe der Jahre weitere komplexe Katalysatoren, welche eine Alternative zu Standard-Metallkatalysatoren darstellen und von großer Bedeutung für die Herstellung von Chemieprodukten sind. Er wurde für seine Arbeiten mit vielen hohen wissenschaftlichen Auszeichnungen wie dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, zwei aufeinanderfolgenden ERC-Advanced Grants der Europäischen Kommission, dem Arthur C. Cope Scholar Award und dem Mukaiyama Award bedacht und gehört zu den am meisten zitierten Wissenschaftlern in der Chemie. Die Aufnahme von Benjamin List in die Leopoldina ist eine weitere Ehrung für den Katalyseforscher und eine Anerkennung seiner wissenschaftlichen Exzellenz.