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12.06.2018

Institutsseminar zeigt Spektrum der Katalyseforschung am MPI

Institutsseminar zeigt Spektrum der Katalyseforschung am MPI

Katalyseforschung am Mülheimer Max-Planck-Institut ist vielfältig. Das zeigte nun wieder das große Sommer-Institutsseminar, bei dem sich etwa 160 Doktoranden, Postdocs und wissenschaftliche Mitarbeiter der Kohlenforschung zum Austausch trafen. Im Mittelpunkt der Institutsseminare stehen zwei wissenschaftliche Kurzvorträge aus unterschiedlichen Abteilungen des Instituts.

Diesmal war die Abteilung für Molekulare Theorie und Spektroskopie von Professor Neese durch Gruppenleiter Dr. Giovanni Bistoni vertreten. Bistoni beschäftigt sich mit computerchemischen Berechnungsmethoden für intermolekulare Interaktionen in der Homogenen Katalyse. Er stellte verschiedene Berechnungsmethoden – DFT und Coupled Cluster – vor und zeigte ihre Möglichkeiten und Restriktionen in der Anwendung auf. Dabei erläuterte er auch den Einfluss von Dispersionskräften und der Lösungsmittelumgebung auf die komplexen quantenchemischen Berechnungen. In der anschließenden Fragerunde diskutierten die Teilnehmer rege mit Bistoni über ihre eigenen Erfahrungen mit den Vor- und Nachteilen der Berechnungsmethoden.

Der zweite Vortrag des Institutsseminars kam von Dr. Chunxiang Zhuo, der als Humboldt-Stipendiat und Postdoktorand in der Abteilung für Metallorganische Chemie von Professor Fürstner tätig ist. Chunxiang präsentierte seine Forschung im Zusammenhang mit der Synthese von Pateamine A. Der komplexe Naturstoff, der in einem Meeresschwamm in Neuseeland vorkommt, ließ sich bislang nur sehr aufwendig und in kleinen Mengen mit geringer Effizienz herstellen. Chunxiang stellte vor, wie es ihm und seinen Forscherkollegen gelungen ist, durch neue Methoden und den Einsatz veränderter Bedingungen den Syntheseprozess deutlich zu vereinfachen und dabei eine bessere Ausbeute des gewünschten Wirkstoffes Pateamine A zu erzielen.

Professor Ritter, der als geschäftsführender Direktor zum Institutsseminar geladen hatte, bat die Wissenschaftler, sich auch mit Ideen und Vorschlägen an einer neuen Seminarreihe in der Kohlenforschung zu beteiligen, die für das nächste akademische Jahr geplant sei. Bei der anschließenden Poster Session im kleinen Hörsaal konnten sich alle Abteilungen mit ihren neuesten Forschungsthemen präsentieren und über ihre Themen austauschen. Etwa 34 Poster boten einen bunten Querschnitt durch die Forschungsfelder und sorgten gemeinsam mit einem kleinen Imbiss für angeregte Gespräche in netter Atmosphäre.