Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > News > Professor Kyoko Nozaki von der Universität von Tokyo wurde mit der Karl-Ziegler-Gastprofessur 2018 ausgezeichnet: MPI für Kohlenforschung blickte auf 40 Jahre Karl-Ziegler-Gastprofessur zurück

30.10.2018

Professor Kyoko Nozaki von der Universität von Tokyo wurde mit der Karl-Ziegler-Gastprofessur 2018 ausgezeichnet: MPI für Kohlenforschung blickte auf 40 Jahre Karl-Ziegler-Gastprofessur zurück

Professor Kyoko Nozaki von der Universität von Tokyo wurde mit der Karl-Ziegler-Gastprofessur 2018 ausgezeichnet: MPI für Kohlenforschung blickte auf 40 Jahre Karl-Ziegler-Gastprofessur zurück

Vor 40 Jahren wurde das wissenschaftliche Highlight im Jahreskalender des Mülheimer Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung durch eine Spende der Witwe und der Tochter von Karl Ziegler ins Leben gerufen: die Karl-Ziegler Gastprofessur. Die Familie stellte Mittel zur Verfügung, die eine regelmäßige Einladung und Auszeichnung von hochrangigen Wissenschaftlern an der Wirkungsstätte von Karl Ziegler in Mülheim ermöglichen sollten. Seit 1978 haben 29 renommierte Gastprofessoren aus aller Welt das Institut besucht und neben einer öffentlichen Festvorlesung Workshops und Seminare für die Wissenschaftler vor Ort durchgeführt. Jetzt wurde die 30. Karl-Ziegler-Gastprofessur an Frau Professorin Kyoko Nozaki von der Universität in Tokyo verliehen.

Kyoko Nozaki ist eine bekannte synthetische Chemikerin aus Japan, die in ihrer Karl-Ziegler-Vorlesung „Coordination copolymerization of propylene with polar monomers“ viel Bezug auf die Ziegler-Chemie und den Einsatz von Katalysatoren zur Polymerisation herstellte. Nozaki sprach über die Möglichkeiten verschiedener Metallkatalysatoren im Polymerisationsprozess und die Herstellung von Polypropylen. Die Professorin verwies darauf, dass jene über 50 Jahre alte Chemie, die Ziegler und Natta zu Nobelpreisträgern machte, für sie unverändert relevant sei. Mit ihrem aktuellen Projekt zu Polarem Polypropylen (PPP) hoffe sie, wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung von Werkstoffen für die Autoindustrie zu erarbeiten.

Die Urkunde zu der mit 5.000 Euro dotierten Karl-Ziegler-Gastprofessur überreichte Professor Tobias Ritter, Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, an Frau Nozaki. Er hatte den Festakt mit einem Rückblick auf 40 Jahre Karl-Ziegler-Gastprofessur begonnen und präsentierte zahlreiche unveröffentlichte Bilder aus dem historischen Archiv des Instituts, die bei den Gästen zu einigem Schmunzeln führten. Ritter berichtete auch von wenig bekannten Fakten zu dem Ausnahmewissenschaftler Karl Ziegler, etwa von seiner Auszeichnung als Sioux-Häuptling bei den Poncas in 1959. In seiner Laudatio für Nozaki verwies er darauf, dass Kyoko Nozaki die Auszeichnung als Karl-Ziegler-Gastprofessorin 2018 für ihre hervorragenden Beiträge an Methoden der Homogenen Katalyse in der Synthetischen Chemie und ihre Forschung im Bereich der Polymerchemie erhalten habe.

Foto: Pro. Kyoko Nozaki mit Prof. Tobias Ritter